Inh. Friedo Stucke, Kastanienbogen 8 in 21776 Wanna  eigene.werte@t-online.de

Donnerstag, 30. April 2015

Katalogpräsentation in der Kestnergesellschaft »FORT.works«

Künstlerinnenkollektiv "FORT" vor "Somebodies"
(Hannover) Der druckfrische Ausstellungskatalog des Künstlerinnenkollektivs FORT wird am Donnerstag den 7. Mai 2015 um 19 Uhr gefeiert mit Torte, Sekt und ihren Lieblingsliedern. Die Künstlerinnen sind anwesend.

Seit dem 28. März präsentiert die kestnergesellschaft eine sehr gut rezipierte Ausstellung der Künstlerinnengruppe FORT noch bis 25. Mai 2015. Das Kollektiv FORT bewegt sich wie ein Seismograf durch unsere Alltagswelt und spürt dabei gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ereignissen und Entwicklungen nach. So entwickelte FORT eigens für die Ausstellung »Shift« zwei neue Arbeiten, die neben der raumgreifenden Installation »Leck« (2012) und dem Video »The Calling« (2014) erstmalig im institutionellen Rahmen zu sehen sind. 

Der Ausstellungskatalog »FORT. works« erscheint im Snoeck Verlag (Köln) und enthält zahlreiche Abbildungen, sowie ein Essay von Kuratorin Lotte Dinse auf Deutsch und Englisch. Der Bildband im Format 23 x 31 cm umfasst 168 Seiten und kostet 32 Euro.

FORT sind Alberta Niemann (*1982 in Bremen) und Jenny Kropp (*1978 in Frankfurt am Main). Seit 2008 realisieren sie Installationen, Performances und Videoinstallationen (bis 2013 mit Anna Jandt, *1980 in Bremen). Ihre Arbeiten waren bereits im Kunsthaus Dresden (2013), im Neuen Museum Weserburg, Bremen (2009) und in den KW Berlin (2008) zu sehen. Sie waren u.a. an Gruppenausstellungen in der Bundeskunsthalle Bonn (»Andere Räume« 2012) und in den KW Berlin (»One on One«, 2012) beteiligt. 


Die Veranstaltung ist im regulären Eintrittspreis enthalten. KESTNERGESELLSCHAFT

Mittwoch, 29. April 2015

5 Jahre im Schnürschuh - Gut gegen Nordwind

(Bremen) Der Roman von Daniel Glattauer, für die Bühne bearbeitet von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer, hat das Publikum Interesse behalten. Das Stück „Gut gegen Nordwind“ steht nun schon seit 5 Jahren auf dem Spielplan vom Theaterhaus Schnürschuh im Buntentorsteinweg.

Ein einziger falscher Buchstabe lässt Emmi Rothners Mail irrtümlich bei Leo Leike landen - und so erlebt der Zuschauer, wie sich die Homepage-Expertin und der beziehungsgeschädigte Kommunikationswissenschaftler näher kommen; so entsteht eine ganz besondere Brieffreundschaft im Internet-Zeitalter. Leo: „Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf“. Erstaunlich, wie wenig Worte notwendig sind, um Leidenschaft zu entfachen. Sie müssen nur richtig gewählt sein und zur rechten Zeit ankommen.

Regie: Kurt Wobbe. Mit Claudia Seidel, Frank Stuckenbrok INFO SCHNÜRSCHUH HB

08. Mai 2015 um 20.00 Uhr – 5 Jahre „Gut gegen Nordwind“, weitere Vorstellung am 22. Mai 2015 um 20.00 Uhr

Dienstag, 28. April 2015

Landesbühne tauft TheOs

(Wilhelmshaven) Das Kind hat einen Namen: Das neue Studiotheater der Landesbühne Niedersachsen Nord heißt „TheOs“ – Theater im Oceanis. Investorin Angelika Reichelt und Landesbühnenintendant Olaf Strieb haben das neue Theaterstudio am Bontekai getauft. Auf die Studiobühne in der Rheinstraße 91 folgt damit das „Theater im Oceanis“.

Die Bauarbeiten in dem ehemaligen Unterwasserkino sind in vollem Gange. Eröffnung ist am 13. Februar 2016 und das erste Stück auf neuen Brettern steht auch schon fest: „The Fantasticks“ – ein Musical, das als Off-Broadwayshow in New York 42 Jahre lang das Publikum begeisterte. Intendant Strieb selbst wird es inszenieren.
Wie in der Rheinstraße gibt es auch im „TheOs“ 99 Sitzplätze. Allerdings steigen die elf Zuschauerreihen steiler an als bisher und ermöglichen so von jedem Stuhl aus einen idealen Blick auf die Bühne. Die ebenerdigen Fensterfronten lassen sich komplett öffnen. Dem Zuschauer kann so in der Pause der direkte Zugang zur Flaniermeile Bontekai ermöglicht werden.


Strieb legt großen Wert darauf, dass „die heimelige und intime Studioatmosphäre“ erhalten bleibt. Der neue Hinterbühnen-Bereich wird theatergerecht ausgestattet mit Garderoben, Lagerkapazitäten und dergleichen mehr. Der gemeinsame Eingang von Gastronomie und Theater wird barrierefrei, ebenso die sanitären Anlagen. Für den Gastronomiebetrieb ist auch schon ein Betreiber gefunden. Für Olaf Strieb geht mit dem „TheOs“ ein Traum in Erfüllung: „Jeder Intendant möchte einmal in seiner Laufbahn ein neues Theater eröffnen.“

Internationales Tanzerlebnis im Lichthof Theater

DWC-PACK by Greg Blackmon, Shaffer and Vernon © by Cuinn Wharton
(Hamburg) Anfang Mai prickelt es im Lichthof Theater! Mit DanceWorks Chicago (DWC) und dem Bundesjugendballett (BJB) sind zwei hochrangige Tanzkompanien zu Gast um dort gemeinsam zu arbeiten und zu produzieren. Das Lichthof Theater zeigt sich als Ort für experimentelle Begegnung auf internationalem Niveau und verbindet dabei die OFF-Theaterszene mit dem Genre Ballett, was gewöhnlich dem Bereich der Hochkultur zugeordnet wird. Das Publikum kann in zwei offenen Proben hautnah miterleben, wie DWC und BJB im Zuge konkreter, gemeinsamer Arbeit unterschiedliche Formen und Herangehensweisen an den Tanz miteinander entdecken.

Eine Woche lang proben das BJB und DWC am Lichthof Theater und kommen so zu einer gemeinsamen Kreation: „Outside of the Box - A Dance Journey“. Die zwei Tanzkompanien sind sich in ihrem Mut zu neuen künstlerischen Konzepten und in ihren Wertvorstellungen über dem Tanz sehr ähnlich. Eine enge Bindung zum Publikum und die Nähe der Kunst zu den Menschen sind beiden Gruppen zentrale Anliegen.

Der Austausch bietet den Ensembles die Möglichkeit, durch Trainings, Mentorship, kreative Zusammenarbeit und gemeinsame Auftritte ihre Perspektive auf den Tanz miteinander zu teilen. Die Leidenschaft, die DWC und das BJB für den Tanz mitbringen, macht ihre Kunst auch zur Begegnung mit dem Publikum, und wirkt auf eine globale Tanzgemeinschaft hin. „Outside of the Box“ ist eine einzigartige Möglichkeit, Künstler von internationalem Format in Kollaboration mit dem großartigen Bundjugendballett zu erleben.

Offene Proben sind am 05. + 06.Mai jeweils um 16:00. Der Eintritt zu den offenen Proben ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten da maximal 50 Plätze zur Verfügung stehen. 

Premiere ist am 09.Mai um 20:15. Weitere Vorstellungen am 10.Mai um 15:00 und 18:00. Tickets: lichthof-theater.de

Sonntag, 26. April 2015

„Endlich Kokain“ - Sprungbrett ins Leben

Matthieu Svetchine © by Jörg Landsberg
(Bremen) Der Roman von Joachim Lottmann „Endlich Kokain“ ist ein Weckruf an die Lethargie. Gestern war die Premiere der Roman-Dramatisierung im ausverkauften Kleinen Haus am Theater Bremen. Die gestaute Energie in uns allen, der Frust mit dem wir uns arrangiert haben hinterlässt ein riesiges Potential für Lebensfreude. Doch wie befreien wir uns aus dem Koma? Der Roman und die Inszenierung handeln von der mächtigen Anstrengung die nötig ist, um uns wieder ins leben zu stürzen. Und für den Protagonisten bedeutet es alles zu geben, auch wenn es sein Leben kosten wird.

Zwischen Szene und Publikum hängt eine hauchdünne durchsichtige Spiegelfolie. Das Publikum betrachtet sich beim Einlass selbst. Und wie eine Metapher die zum Charakter von Kokain Süchtigen passt, springt plötzlich in der ersten Reihe eine Person auf und ruft durchs Theater - winkt zu den hinteren Reihen: Sie hat Verwandte entdeckt, begrüßt sie rufend, den Ort, den Anstand, die Peinlichkeit, die Öffentlichkeit missachtend. - Was macht der Stoff aus uns? Er öffnet die Schranken, die eine gebotene Zurückhaltung für ein funktionierendes Zusammenleben erfordert. Man fühlt sich befreit und berufen, sich direkt und persönlich auszuweiten, mitzuteilen, zu leben - ungezwungen und natürlich. Allerdings führt die Sucht auch zu der überheblichen Einschätzung das Recht zu haben alles zu tun, was man im jeweiligen Moment will. Es führt zu Arroganz, zu übertriebenem Egoismus, und man verliert den Kontakt zu den Referenzen an die reale Umwelt, von der man sich immer weniger verstanden fühlt. Doch wie groß fühlt sich die notwendige Bewegung an um aus geronnene Zustände herauszutreten?

Die Roman-Vorlage von Joachim Lottmann „Endlich Kokain“ stellt ein Bild in den Mittelpunkt die diese Wirkungsweisen aufgreift und in vielen Facetten spiegelt. Ein übergewichtiger Mann über 50 hockt in seiner aufgestauten Lebensenergie teilnahmslos am Ende der Sackgasse seines Lebens. Dann entdeckt er Kokain als Mittel Körpergewicht zu verlieren, aktiv zu werden. Der Bezug der Droge lässt ihn in eine Welt eintreten die durch den Konsum und den oben beschrieben Wirkungsweisen gekennzeichnet ist. So wie sich im Antiquariat verstaubte Leseratten verpuppen, man im Aldi Leute findet die Aldi sind, im Tabakwaren Geschäft Raucher trifft, so ist die Welt der Kokser anfänglich zwar neu, doch schon sehr bald der Ort an dem man Gleiche unter Gleichen findet. Joachim Lottmann trumpft hier mit einer unendlichen Liste prominenter Namen auf, die (vermutlich) alle mit Kokain in Verbindung gebracht werden können. Koks ist teuer, verändert die Psyche und Physis des Konsumenten nur schleichend, wodurch die Droge auch im engen Bekanntenkreis leicht geheim gehalten werden kann. Optimal für Leute die im Rampenlicht stehen.

Matthieu Svetchine, Gabriele Möller-Lukasz, Pola Lia Schulten © by Jörg Landsberg
Ein raffiniertes Regiekonzept stellte Pedro Martins Beja auf. In einer vielschichtigen Art zeigt er das Erleben der Droge aus der Sicht des Protagonisten Stephan Braum; beeindruckend charakterlich dargestellt von Matthieu Svetchine. Svetchine gibt eine konkrete Innenschau vom phlegmatisch Resignierten, dem erwachenden Mittfünfziger, dem berauschten Zweiten-Frühling-Geniesser, dem im Kokain-Kosmos etablierten Realitätsfälscher und zuletzt dem im Rausch scheiternden Suchtopfer. Die Inszenierung hat einen Schwerpunkt auf den Blickwinkel. Hier wird eine Brücke geschlagen von den Darstellungsmöglichkeiten des Films zum Theater. Im Film kann man in nahezu realistischem Erleben Zeitgeschwindigkeiten beeinflussen, und durch den POV (Point of View) unmittelbare Reaktionen erzeugen/bewerten. Was Theater vom Film aber trennt, ist die Schnitttechnik und den unverzüglichen Wechsel von Bild zu Bild. Pedro Martins Beja schafft hier eine Verbindung, in dem er wie z.B. vergleichbar mit einem Splitscreen Bilder nebeneinander zeigt. So sieht man wie Braum auf der Bühne in die Kamera spricht, und zusätzlich ein Close up in einer großen Projektion am Bühnenrand. Bühnentotale und delikate Reaktionen stehen ergänzend nebeneinander. Diese Form nutzt er auch für Dialoge, insbesondere im reaktion shot, der auf der Bühne in seiner Unmittelbarkeit/Gleichzeitigkeit unmöglich ist.

Drei in weißem Latex gekleidete Frauen, einem griechischem Chor gleich, führen durch die Geschichte. Sie sind stellvertretend für unterschiedliche Personen mit denen Braum zu tun hat. Sie tauchen wie aus dem Nichts auf, sprechen von der Bühne, aus dem Off oder in eine der vielen Kameras. Sie sind die Geister in der verkoksten Welt Braums, sie sind der innere Dialog Braums, sie sind konkret irreal und manifestieren die Verschiebung von Braums Erlebniswelten. Die Bühne ist im Erleben verortet. Gegenlicht zeigt manchmal nur Silhouetten, die Spiegelfolie an der Rampe ist wie ein Schleier in eine andere Welt, die Musik dröhnt schon mal martialisch wie im Kino, und mit den Mikroports kommt die Sprache wie aus einer fernen Galaxy mit Übertragungsschwierigkeiten wegen psychologisch bedingter Wurmlöcher. 

Eine sehr intelligent gestaltete Inszenierung die dem Spannungsfeld von Kokainrausch und normaler Tristesse beeindruckend erzählerischen Raum gibt. Lediglich der etwas prosaische Prolog und das ausufernde Schlussbild hinterlassen einen Eindruck von Länge. Mutiges Theater für ein modernes aufgewecktes Publikum. Thema und Inszenierung lassen eigentlich keinen Zweifel: „Endlich Kokain“ wird auch in ein/zwei Jahren im Kino zu sehen sein.


Weitere Termine für Endlich Kokain nach dem Roman von Joachim Lottmann sind am 30. April, 11. und 28. Mai jeweils um 20:00

Dienstag, 21. April 2015

"Kultur-News 009" Das neue Heft ist da

(Wanna) Installationen ist das Thema der aktuellen Ausgabe der Kultur-News 009. Das Magazin ist in Bremerhaven am Bahnhof zu bekommen und in der Buchhandlung Mausbuch, in der Hafenstr. 81, 27576 Bremerhaven. Neben dem ausführlichen Produktionsbericht über das neue Stück "Wildwald" vom Figuren Theater Anderland, das am 30.April Premiere im Schlachthof Bremen hat, gibt es auch eine interessante Reportage über das Schattentheater in Lehrte.

Falls die Hefte am Bahnhof und bei der Buchhandlung Mausbuch schon vergriffen sein sollten, kann man das Heft auch direkt beim Verlag (eigene.werte) bestellen. eigene.werte@t-online.de

Machtspiele - brandneue, unerhörte und ungehörte Theaterstücke

Andreas Schnell + Helge Tramsen
(Bremen) So viel steht Mal fest; wenn StückWerk Bremen zeitgenössische Literatur vorstellt gibt es einen sehenswerten Theaterabend. Am Montag gab es die rumänischen Autoren, Gianina Carbunaria von der das Stück „Spargel“ vorgetragen wurde, und von Elise Wilk „Zimmer 701“. Die Herausgeberin Irina Wolf vom Verlag Theater der Zeit sprach einige einleitende Worte.

Ein Spargelstecher in England schiebt durch den Supermarkt und trifft auf den verarmten Pensionär der auf abgelaufene Ware spekuliert. In leidenschaftlicher gegenseitiger Abneigung monologisieren sie, in Vorurteile schwelgend, über den jeweils anderen. Ganz beiläufig kommen die sozialkritischen Bemerkungen zum Vorschein wenn die Monologe ineinander zu einem großen Ganzen verfließen. Obwohl die beiden Charaktere gegensätzliche Standpunkte vertreten, klagen sie aus der selben Quelle vermaledeiter Umstände. Während die beiden auf Preisreduzierung wegen des Verfallsdatums spekulieren, werden sie von einer Horde polnischer Gastarbeiter überrannt, die ihnen die Angebote vor der Nase weg schnappen.

Ulrike Knospe + Angela Weinzierl
Im Hotelzimmer 701 sieht man zwei unabhängige Szenen. Einmal kommt da die ältere Chefin mit der jungen Angestellten. Die Ältere ist deutlich angetrunken, und versucht - nicht ungeübt - eine intime Annäherung bei der untergebenen Kollegin. Als diese sich schockiert zeigt und die Avancen strickt von sich weist, gerät die Ältere in Erklärungsnot und versucht sich mit einem Geflecht aus Lügen von Scham und Versagungsängsten aus der Affäre zu ziehen. Mit jedem Satz tun sich neue Abgründe zwischen den beiden Frauen auf die von Ulrike Knospe und Angela Weinzierl mit Verve zum Besten gegeben wurden.

In der zweiten Szene im gleichen Hotelzimmer wird es noch einmal skurill. Andreas Schnell, als verlassener Ehemann, hat sich einen Striper aufs Zimmer bestellt, um sich zu „informieren“ wie man sich richtig die Klamotten vom Leibe streift. Damit hatte der Striper, Helge Tramsen, nicht gerechnet, und es wird ihm unwohl zu Mute. Will der gehörnte Ehemann wirklich nur die Technik des Striptease erfahren um seine Frau damit zu überraschen und zurück gewinnen, oder verbirgt sich noch etwas anderes hinter diesem Wunsch? Hotelzimmer bringen immer eine Atmosphäre von Einsamkeit und Trostlosigkeit mit sich. Auf höchst amüsante Weise und mit mutigem Körpereinsatz wurde dieses Flair der Hotelzimmer Gestalten von den Darstellern gezeigt. 


Das kleine klubartige Theaterformat ist eine niveauvolle Einrichtung die in Bremen gefehlt hat. Seit einigen Monaten schon, immer an einem Montag im Falstaff, zeigt StückWerk Bremen einen Einblick in zeitgenössische Literatur. Ein schon fast haptischer Einstieg in aktuelle Texte, die mit Witz und Spielfreude für kurze Momente zwischen den Buchdeckeln heraus gehoben werden. Weitere Termine findet man hier