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Gartenerlebnis im Miniformat für die Fensterbank

Bei Wischhafen an der Elbe, gleich hinter dem Deich, wird eine Idee entwickeltfür das „ganz persönliche Gartenerlebnis“.

In den urbanen Zeiten und Lebensräumen kennt kaum noch einer die Freude, die mit dem gärtnern verbunden ist. Schwarze Erde unter den Fingernägeln, der schwere Kleieboden am Spaten, der dem Gärtner Schweiß auf die Stirn treibt, und die Freude wenn im Frühjahr die Saat aufgeht, Blumen ihre Farbenpracht entfalten und der Duft von Tau, Gras und nasser Erde; das ist die Verbundenheit die ein bodenständiges Lebensgefühl erzeugt. Verbunden mit den Jahreszeiten, den Wetterlagen, der Fruchtfolge, und dem Wissen darum, dass man etwas in die Erde bringen, es pflegen und hegen muss, um dann etwas zu ernten. Viele Menschen in den betonierten Grossstadtwüsten haben eine Sehnsucht Natur wieder konkret zu erleben. Aus diesem Wunsch ist auch einst das „urban oder Guerilla Gardening“ entstanden.

Doch wer nur eine Fensterbank und wenig Zeit hat, kann sich nun über eine charmante Erfindung von Anja und Andreas Hahn freuen. Sie haben kürzlich mit ihrem Betrieb Plant.Art das Gartenglas auf den Markt gebracht. Zunächst sind fünf Sorten gängiger Küchenkräuter im Vertrieb. In einem Weck-Glas sind die Zutaten und eine Anbauanleitung incl. der Saat. Über einen Versuchszeitraum von drei Jahren hat der Dipl. Ing. Gartenbauer Andreas Hahn die einzelnen Bestandteile ausprobiert, verbessert und aufeinander abgestimmt. Nach vielen Versuchen, die aus der Lust am tüfteln mit Pflanzen und Gläsern entstand, ist dann letztendlich dieser Minigarten entstanden. Dann kam noch der Weg des Marketing. Ein Vertriebssystem musste aufgebaut werden, Grafik für die Werbung und die Anleitung im Glas, und ein Gebrauchsmusterschutz musste eingetragen werden.

So ein Garten im Glas hat eine Lebensdauer von ca. neun Monaten. In der Zeit kann man Ernten und die Kräuter in der Küche frisch verwenden. Es geht den Erfindern aber auch darum, dass die Menschen ein Erlebnis mit der Natur haben. Sie wollen noch Kurse einrichten wo man lernen kann wie eigentlich ein Garten bestellt wird. Und vielleicht kommt auch noch eine grössere Gläsergeneration dazu in der man Radieschen und Kohlrabi auf der Fensterbank ziehen kann. Nützliche Informationen rund ums Gießen, Ernten, Düngen, und die vielen anderen Dinge die spontan auftauchen, kann man im Internet: www.plant-art.de erfahren.


Den beiden Gärtnern, die ihre Idee im Nebengewerbe betreiben, geht es in erster Linie um den Spass, den sie ihren Mitmenschen mit diesem ureigensten Naturerlebnis vermitteln wollen. Ihr Wunsch die Freude an der Natur zu teilen, ist die selbstverständliche Fortsetzung von einer aktiv gelebten Naturverbundenheit.  #

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