Weitere Termine: 29. Mai, 04., 09. und 22. Juni, und 01. July im Theater am Leibnizplatz, so wie am 02. July in der Nordwolle Delmenhorst, jeweils um 19:30
Sonntag, 17. Mai 2015
Prunk und Pleite der Nordwolle Bremen
(Bremen) Unternehmenspleiten können ganze Volkswirtschaften ins Wanken bringen - 1931 löste der Konkurs der Brüder Lahusen eine Bankenkrise aus und spitzte die Weltwirtschaftskrise zu. Der Prozess gegen die beiden Brüder wegen Veruntreuung und Bilanzfälschung warf ein Schlaglicht auf einen beispiellosen Filz von Wirtschaft und Politik. Bis heute sind viele Fragen rund um den Konkurs nicht beantwortet. Zum ersten Mal beschreibt die Lesung auch den Weg G.C. Lahusens nach seiner Haftentlassung. 1941 stand er wieder vor Gericht, dieses Mal in Berlin.
Prunk und Pleite einer Unternehmerdynastie - über den Konkurs der Nordwolle und die Folgen, zeigt die Bremer Shakespeare Company in einer Szenischen Lesung mit Peter Lüchinger, Michael Meyer, Petra-Janina Schultz u.a.. Die Premiere ist am Dienstag, 19. Mai um 19:30 im Theater am Leibnizplatz, Schulstr. 26. Die Lesung entstand in Kooperation zwischen der Uni Bremen und der Bremer Shakespeare Company in der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“. Die Originaldokumente bilden einen der größten Wirtschaftsskandale der absterbenden Weimarer Republik ab.
Weitere Termine: 29. Mai, 04., 09. und 22. Juni, und 01. July im Theater am Leibnizplatz, so wie am 02. July in der Nordwolle Delmenhorst, jeweils um 19:30
Weitere Termine: 29. Mai, 04., 09. und 22. Juni, und 01. July im Theater am Leibnizplatz, so wie am 02. July in der Nordwolle Delmenhorst, jeweils um 19:30
Freitag, 15. Mai 2015
Tanz und Puppe gegen das Vergessen
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| Ausencia @ Marianne Menke |
Ausencia / Abwesenheit wird im Figurentheater Mensch, Puppe! im Abendprogramm wieder am 29. Mai um 20:00 gezeigt. Durch die Verbindung von Tanz und Puppenspiel und der im Spiel integrierten Musik, entsteht eine Zwischenwelt von Angst, Verlust, Terror und Hoffnung, die dem Vergessen den Spiegel hinhält. MENSCH, PUPPE!
Dienstag, 12. Mai 2015
Frisch aus Berlin
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| Dominik Halmer © by Bernd Borchardt |
(Oldenburg) Das Stadtmuseum Oldenburg ermöglicht diesen Sommer mit „FRISCH aus Berlin“ Einblicke in eine besondere Sammlung. Die Ausstellung ist vom 14. Juni bis 30. August zu sehen und zeigt Gemälde, Papierarbeiten, Zeichnungen und Skulpturen aus den Jahren 1958 bis 2014 aus der Sammlung von Dr. Harald und Kornelia Frisch aus Berlin. „Diese Ausstellung vereint über 50 Jahre Sammler-Leidenschaft“, sagt Museumsdirektor und Kurator Dr. Friedrich Scheele und verrät, was den Besucher erwarten wird: „Expressiver Farbrausch auf der einen, unterkühlter, gesellschaftskritisch geprägter, eher sachlicher Stil auf der anderen Seite – beide Darstellungsformen deuten die gestalterische Vielfalt eines Handlungsstranges, einer Exposition an, die einer echten Entdeckung oder einer Wieder-Entdeckung nahekommt, je nachdem von welcher Seite man schaut.“
Die Frischs, um die es hier geht, sind keine Unbekannten in der Berliner Kunstlandschaft, da sie als Sammler seit über vier Jahrzehnten aktiv sind und auch bis 2013 für einige Jahre eine eigene Kunsthalle in Berlin – hinter dem Hamburger Bahnhof – betrieben. In den frühen siebziger Jahren fiel die Entscheidung, originale Kunst zu sammeln und Künstlerbegegnungen zu suchen, um zu einem tieferen Verständnis der Kunstwerke zu kommen. Natürlich stehen dabei Berliner Künstler am Anfang, wie die Namen von Bernd Koberling, Karl- Heinz Hödicke, Eugen Schönebeck oder Walter Stöhrer anzeigen. Frühe Ergänzungen sind mit C.O. Paeffgen, Michael Buthe, Rainer Fetting, Helmut Middendorf oder Salome verknüpft. Ebenso sind Hartwig Ebersbach und Dietrich Lusici Chronisten einer besonderen gesellschaftskritischen deutschen Befindlichkeit. Thomas Hartmann, Anton Henning, Wolfram Sachs oder Miram Vlaming stehen als Vertreter der Landschaftsmalerei für sog. Zeit-Sinnbilder, während z.B. Albert Pümpel, Bernd Schwarting oder Heinrich Stichter Sonderpositionen bieten.
Aktuelle Künstlerinnen und Künstler wie Martin Assig, Armin Boehm, Anton Hennig, Valerie Favre und Thomas Zipp haben die Frischs bereits vor einigen Jahren in ihre Sammlung aufgenommen. Diese heute bereits etablierten Positionen – neben nicht minder akzeptierten, sehr differenzierten Perspektiven wie die von Gama, Dominik Halmer oder Thomas Helbig – stehen für eine je sehr eigene Bildanalyse und Weltbetrachtung: die Begeisterung für tiefere Absurditäten und Grotesken, für eine inhaltliche und formale Auseinandersetzung mit einer essentiellen Problematik, nämlich der Wiederspiegelung von Welt(en).
Insgesamt präsentiert die Auswahl zur Ausstellung mehr als 30 Positionen von namhaften und weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit der malerischen Erfassung von Welt, der bildlichen
Beschreibung des jeweiligen Weltentwurfs, dem Imaginären, Symbolischen und Surrealen beschäftigen. Die Frischs sprechen gern von einem Dialog mit konsequent glaubwürdigen Künstlerinnen und Künstlern. Immer appellieren ihre Künstler mit traumhaften Bildwelten an tiefer liegende Bewusstseinsschichten des Menschen. Irreale Bildräume, aberwitzige Visionen kennzeichnen zum einen die phantastische Malerei. Zum anderen sind gegenständliche Bilder mit politisch gesellschaftskritischen Inhalten ebenso zu sehen wie Themen der „Stadt-Land-Mensch-Beziehung“. Die von Künstlerfreundschaften und inhaltlicher Neugier geprägte Sammelleidenschaft und mithin auch Zeitzeugenschaft ist bemerkenswert, da sie unweigerlich ihre eigene Kunstgeschichte schreibt. Zur Vision ihrer Sammlung sagen die Frischs: „Immer noch mit frischem neugierigen Blick Kunst sammeln!“
Sonntag, 10. Mai 2015
Das Programm des 9. Deutsch-Niederländischen Kinder- und Jugendtheaterfestival vis-à-vis
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| © Landesbühne-Nord |
(Wilhelmshaven) Vom 11. bis 13. Juni 2015 findet in Aurich das 9. Deutsch-Niederländische Kinder- und Jugendtheaterfestival vis-à-vis statt. Es wird zum dritten Mal gemeinsam von der Landesbühne und der Stadt Aurich veranstaltet. In der Stadthalle und dem Carolinenhof werden sieben Produktionen namhafter Ensembles und Theater präsentiert. Vom pas de deux einer Tänzerin mit einem Musiker für die Allerkleinsten über performative Rauminstallationen bis zum interaktiven Tanztheater sind die verschiedensten Formen des Kinder- und Jugendtheaters vertreten.
Den Anfang macht das „Danstheater AYA“ - Stammgast bei vis-à-vis und das nicht ohne Grund: Die Tänzer und die Choreografien strahlen eine unglaubliche Stärke und Anziehungskraft aus, auch bei der neuesten Produktion „Erste Keer“ / „Das erste Mal“ für Menschen ab 12 Jahren.
„De Grote Ries“ / „Die Große Reise“ von Judith Nab aus Amsterdam lädt Menschen ab 4 Jahren in einem echten Bus auf große Weltreise ein – und das in 40 Minuten. Gaia Gonnelli ist mit ihrer neuen Produktion „Ondersteboven“ / „Verkehrtherum“ mit einem pas de deux mit dem Musiker Wiebe Gotink für Menschen ab 2 Jahren mit dabei. Im Anschluss an die Vorstellung wird ein Workshop für Kinder angeboten, Anmeldung hierfür bei der Jungen Landesbühne. Frl. Wunder AG nehmen ihr Publikum ab 8 Jahren mit auf Erinnerungsentdeckungsreise und spüren gemeinsam mit den Zuschauern Familiengeschichten rund um Aus- und Einwanderung und Reisen nach. „Rad Von Avontuur“ / Glücksrad“ von Jaako Toivonen ist eine interaktive Tanzvorstellung für alle von 3 Jahren bis ins hohe Alter rund um die Romantik des Spiels, das Unerwartete und den Zauber des Varieté. Die Junge Landesbühne ist mit den beiden Produktionen „Das Ding“, einer rasanten Globalisierungskomödie von Philipp Löhle für alle ab 13 Jahren und dem Bollywoodmusical für Menschen ab 6 Jahren „Die Mutige Kanha De“ vertreten.
Konzerte unter anderem mit den preisgekrönten Rappern „Deine Freunde“ aus Hamburg, die Rap, Hip Hop und klassische Kinderlieder kombinieren, Präsentationen von Auricher Tanz- und Theatergruppen, der Kunstschule der Stadt Aurich miraculum, zahlreiche Workshops mit dem Ensemble und Mitarbeitern der Landesbühne und Gesprächsrunden vervollständigen das Programm. vis-à-vis zeigt Theater, das man sonst nur nach weiten Anreisen erleben kann – drei Tage komprimiert an einem Ort, der Auricher Innenstadt, in der Stadthalle und dem Carolinenhof. Die Chance sollte genutzt werden, auf nach Aurich!
Eintrittskarten sind bei der Stadt Aurich – Kultur 04941-123322 erhältlich.
Das komplette Programm und Infos rund um vis-à-vis gibt es bei der Jungen Landesbühne unter: Landesbuehne-Nord
Sonntag, 3. Mai 2015
Wenn man im Krieg erwachsen wird
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| Peter Fasching + Justus Ritter © Jörg Landsberg |
Ohne eine gewissen Kenntnis über die Autorin und eine Einführung in das Stück wird man Mühe haben dem etwas symbolschwerem Spiel zu folgen. Es ist aber auch kein Stück für Bildungsbürger mit Hausrats- und Arbeitslosenversicherung. Es ist jedoch sicherlich ein Stück für Schulklassen, denn es birgt ein großes Potential für politische Bildung. Weitere Vorstellungen sind am 4. + 27. Mai jeweils um 20:00
Samstag, 2. Mai 2015
Karin Kneffel - Fallstudien
(Bremerhaven) Der Kunstverein Bremerhaven gibt mit der Ausstellung „Fallstudien“, vom 10.Mai bis 21. Juni 2015, einen Überblick über die Werkgruppe der Arbeiten auf Papier der Künstlerin Karin Kneffel. Mit mehr als 60 Exponaten wird ein Blick in ihre Arbeit der letzten 20 Jahre gegeben. Viele der meist eher kleinen Formate bilden autonome Werkkomplexe, andere wiederum sind Studien für großformatige Arbeiten in Öl auf Leinwand, von denen der Kunstverein einige im Sonderausstellungsraum des Kunstmuseums Bremerhaven zeigen kann. Etwa ein Viertel der Exponate stammen aus dem Atelier der Künstlerin. Ergänzt wir die Ausstellung durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz sowie namhafter Galerien.
Karin Kneffels Arbeiten werden seit mehr als 20 Jahren national und international gezeigt. Bereits 1994 widmete der Kunstverein ihr eine Ausstellung in der Kunsthalle. Es war für sie die erste in einem institutionellen Rahmen. Damals zeigte Kneffel große Feuerbilder, 100 der inzwischen berühmten Tierportraits und erstmals Aquarelle mit Früchten. Sie ist mit 20 ihrer Tierportraits in einem Raum des Kunstmuseums vertreten.
Die aktuelle Ausstellung „Fallstudien“ beschäftigt sich nun mit der Werkgruppe der Aquarelle, der bisher noch keine eigene Ausstellung gewidmet war. Aus diesem Anlass erscheint in Kooperation mit dem Käthe Kollwitz Museum Köln ein Katalog mit etwa 140 Abb. der Arbeiten auf Papier und einem in das Werk einführender Text von Walter Grasskamp.
Karin Kneffels Bilder sind so simpel wie genau, so hintergründig ironisch wie verbindlich ernst. Nur dadurch wecken sie in uns Assoziationen und Empfindungen , die uns deutlich machen, warum wir in unserer Kultur der Vergegenwärtigung durch Kunst bedürfen. Dies geschieht hier in kollektiv verbindlichen Bildern - ausdrucksstark schön, ebenso verstörend wie konfliktreich. Sie steckt damit weitere Felder für die Kunst ab, intensiv und lässig zugleich. Das Selbstbewusstsein ihrer eigenen, neuen Bilddeutungen ist in jeder ihrer Arbeiten offenkundig abzulesen.
Die Eröffnung ist am Sonntag 10.05.2015 um 11:00. Einführende Worte spricht Dr. Joachim Kreibohm aus Bremen. Zur Ausstellung erscheint ausserdem eine Edition von Unikaten.
Freitag, 1. Mai 2015
Das Prinzip Hoffnung - Fotoausstellung
(Bremerhaven) Ulrich Mokrusch, Intendant des Stadttheaters Bremerhaven, läd zur Fotoausstellung „Das Prinzip Hoffnung“ im Oberen Foyer ein.
Weltweit sind 50 Millionen Menschen von Vertreibung betroffen, 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs stellen sich Fragen danach, wie offen oder geschlossen die Grenzen Europas sind und wie Deutschland Asylsuchende in die Gesellschaft aufnimmt, so Ulrich Mokrusch in der Einladung zu dieser Fotoausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem „Bremer Rat für Integration“ entstand.
Anlässlich aktueller Produktionen möchte das Stadttheater sein Publikum zu einem Diskurs über Krieg und Flucht damals und heute einladen. Die Bremer Fotografin Manja Herrmann hat hierfür Geflohene aus Bremen und Bremerhaven an ihren Lieblingsorten fotografiert. Was ihre Beweggründe für die Flucht, wie ihr Weg nach Deutschland war und was ihre Wünsche für ein Leben hier sind, erfahren die Besucher in Texten zu den Porträts der Geflohenen.
Die Ausstellung wird am 8. Mai 2015 um 17:00 im Stadttheater Bremerhaven feierlich eröffnet. Der Intendant ist persönlich anwesend und freut sich mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen
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