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Montag, 27. Januar 2014

Erfahrungszustände der Zeit


(Wanna) Physikalisch betrachtet ist der Zeitverlauf gleichmäßig. Über die heutige Lebensqualität ist man ungeteilt der Meinung, die Zeit zerrinne nur so zwischen den Fingern. Doch wie die vielfältigen Erfahrungen mit der Zeit sind entscheidet jeder für sich. Eberhard Pfleiderer hat weit mehr als 100 Gedichte über Zeit geschrieben und wie wir oder er sie erlebt. In dem Buch, dass er kürzlich zusammen mit der Künstlerin Conny Wischhusen herausgegeben hat, sind eine Auswahl von 61 Gedichten erschienen. Von Seite zu Seite abwechselnd findet man eine Grafik und ein Gedicht.

Bei den Grafiken von Conny Wischhusen handelt es sich um Linolschnitte. Entstanden sind die in Dänemark in einer Dünen Landschaft. Genauer gesagt ist dort die Matrix entstanden. Denn es handelt sich um viele Ausschnitte aus einer Grafik die betont wird von Sand, Gras und Büsche, und einer Holzhütte. Aus dieser Kombination sind vornehmlich die Farbentscheidungen entstanden, Rot, Grün und verschiedene Papiersortenfarben. Die 60 Grafiken sind Teile aus der Gesamtansicht die jeweils in vergrößerter oder gleichem Massstab entstanden sind. Es sind Fragmente aus einer Gesamtsicht.

Und so ist es auch mit der Lyrik von Pfleiderer. Es dreht sich immer um die Zeit, aber aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Da gibt es ein Gedicht mit nur einer Zeile. Und dann wieder welche die sich schon fast prosaisch über zwei Zeiten strecken. Wer die Lyrik von Eberhard Pfleiderer kennt wird keine Reime erwarten. Er gibt in Bremerhaven Kurse für kreatives Schreiben. Und so frei gestaltet er auch seine eingängige, überraschende, nachdenklich stimmende, mit zwinkerndem Auge kritische Dichtung. Hier eine kleine Kostprobe:

Bettelei

Wir die Zeit Beraubten

Allen ständig erreichbar

Betteln
in ängstlich aufflackernder Wut
um
E-Mail freie Tage

Aber wehe sie werden gewährt!

„Un Zeit“ von Eberhard Pfleiderer, Lyrik und Conny Wischhusen, Grafik ist im Sujet Verlag Bremen, 2013, für 14,80€ erschienen. ISBN 978-3-944201-21-4  Sujet Verlag

Donnerstag, 23. Januar 2014

Es ist nicht gut es ist nicht schlecht, es ist prekär


(Hannover) Im Kötnerholzweg 47a ist auf der Ecke das Café Menagerie. Zur Tageszeit gerade Platz genug für ein paar Tische an denen sich lecker Kuchen und kleine Mahlzeiten nach Bistrokarte verzehren lässt. An den Wänden eine Ausstellung mit großformatigen Bildern. Eine Atmosphäre die den Charme des Verweilens abseits der Hauptstraße (Limmerstraße) atmet. Hier spielt zur Zeit die Agentur für Weltverbesserungspläne mit ihrem Stück „Willkommen im Prekariat“. Ca. die Hälfte der Erwerbsfähigen leben im Prekariat, so wird hier vorgerechnet. Wie lebt man als prekär Teilnehmender in der Gesellschaft? Kathrin Reinhardt als Angelika Bauer zeigt es in allen Facetten. Sie windet sich in Gefühlen der Depression, der Fantasie und der flüchtenden Liebe. Unterstütz wird sie dabei von Bingo Bruno (Jan Fritsch) der seine musikalischen Künste zum Besten gibt. Denn Angelika Bauer hat ihr Leben als Musical aufgeschrieben, und fordert von Bruno die Musik dazu ein. 

Eine gelungener Theaterabend gestaltet und inszeniert von Ulrike Willberg. Man bekommt nicht nur eine Menge sachdienlicher Informationen wie und was das Prekariat ist. Man wird in tragikkomische Weise auf eine Achterbahn der Gefühle mitgerissen. So skurril und nachdenklich stimmt der Abend, dass man selber eine Spur prekär sein möchte.

Weitere Vorstellungen sind am 24.01. und 25.01. sowie am 06., 20. und 21.02.2014 jeweils um 20:00. Karten können bestellt werden via Mail unter: Agentur für Weltverbesserungspläne

Mittwoch, 22. Januar 2014

Ausstellung in der Altstadtbuchhandlung verlängert.


(Otterndorf) Unter dem Titel: Homer Die Odyssee stellt die Altstadtbuchhandlung in der J.Heinrich-Voßstraße 8 in Otterndorf Holz- und Linolschnitte von Walter Knolle und Brigitte Kranich aus. Wegen der großen Nachfrage ist die Ausstellung bis zum 23.02.2014 verlängert.

Von Brigitte Kranich, die 1989 den Kulturpreis des Landkreises Harburg und 2013 den Dr. Hedwig Meyn-Preis der Stadt Lüneburg verliehen bekam, werden sechs großformatige Linolschnitte gezeigt. Walter Knolle stellt 23 zweifarbige Holzschnitte aus. Im März 2013 ist eine Edition dieser 23 Holzschnitte mit dazu gehörigen Texten als Mappe in einer Auflage von 20 Exemplaren erschienen.

Der Dichter und Übersetzer Johann Heinrich Voß, der ab 1778 in dem Haus der Ausstellung wohnte und in Otterndorf als Rektor arbeitete, übersetzt dort die Odyssee von Homer.

Die Ausstellung kann besucht werden zu den Öffnungszeiten der Altstadtbuchhandlung Mo.-Fr. von 9:00 bis 12:30 und 14:30 bis 18:00 sowie Sa. von 9:00 bis 12:30.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Pisa war gestern


(Wanna) Die Notwendigkeit für eine grundlegende Reform der Bildung quillt aus allen Nähten. Die Ergebnisse von Pisa, egal was sie darstellen, kratzen nicht einmal an der Oberfläche dessen was geändert werden muss. Oder wir ziehen weiter eine Horde folgsamer Trottel heran, die nicht widerspricht und Funktionen ausführt um wirtschaftlich zu ticken. Man muss es schon so krass darstellen, um die Bedeutung in etwa zu ermessen die dieses Buch für die humane Entwicklung unserer Gesellschaft hat. Der Titel des Buches klingt wie blanker Hohn: „Jedes Kind ist hoch begabt“. Und im Untertitel steht dann auch schon wie wir diese Chance vertun: „Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen“. Wer ist qualifiziert über dieses Thema zu schreiben weil er über Wissen und Erfahrung verfügt oder Zugang zu diesen Gegenstand der Forschung hat? Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Psychatrischen Klinik der Universität Göttingen. Neben anderen Titeln die er bereits geschrieben hat seien genannt: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn und vor allem: Die Macht der inneren Bilder - Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern. Er hat in den letzten Jahren bedeutende Beiträge zum Verständnis darüber beigetragen, wie unser Gehirn arbeitet. Uli Hauser ist der Co-Autor bei dem aktuellen Buch. Er wuchs in einer kinderreichen Familie auf, hat praktische Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit. Er schrieb mehrere Bücher, z.B. Eltern brauchen Grenzen. Hauser wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und ist seit über 20 Jahren Reporter beim „stern“.

Das die Bildung reformiert werden muss ist schon lange bekannt. Es mangelt auch nicht an guten Vorschlägen. Nur scheint hier der Satz von Einstein zuzutreffen: Es ist leichter ein Atom zu spalten als eine Meinung zu ändern. Und die Meinung der Pädagogen und Bildungssystembewahrer ist noch unerschüttert. Sie drehen an den Stellschrauben um vielleicht bessere Pisa-Ergebnisse zu erheischen. Bei der Lektüre dieses Buches macht sich eine unbändige Empörung breit. Was gibt es wertvolleres als die nachfolgende Generation. Und genau dieses Generation wird der Unselbständigkeit, der Gestaltungsunfähigkeit, dem Misstrauen gegenüber sich und den Mitmenschen ausgeliefert. 

Zuerst schildern die Autoren: Welche Begabungen unsere Kinder mit auf die Welt bringen. Talente wie Liebe, Zuneigung, Offenheit, Gestaltungslust, Vertrauen, Beharrlichkeit und Mitgefühl - Eigenschaften über die kaum noch ein Erwachsener verfügt, oder bereit wäre sie sich einzugestehen. Im nächsten Kapitel schildern sie: Wie Kinder ihre Talente entwickeln können. Hier geben Hüther und Hauser Einblick wie Eltern: richtig unterstützen statt falsch fördern können. Ein Kapitel weiter Unter der Überschrift: Leider oft verschenkt - kommt dann der Kritik was in der Erziehung und Bildung vertan wird: Was wir aus den Begabungen unserer Kinder machen. Auf der letzten Seite sind Internet-Adressen aufgeführt von Schulen und Institutionen die den Wandel einer neuen Lernkultur begonnen haben und fördern.

Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein Lösungsheft mit Tipps und Tricks für eine bessere Welt. Die Problematik ist viel zu tiefgreifend um sie in absehbarere Zeit zu wandeln. Das Buch ist eine sehr wichtige Position in welche Richtung die Diskussion überhaupt gehen sollte. In den letzten 30 Jahren sind so gravierende Veränderungen in der Gesellschaft passiert die das Verhalten der Menschen untereinander irritiert. Heute kann niemand mit Bestimmtheit sagen wie wir uns kulturell ideal verhalten sollten. Dieses Buch zeigt allerdings auch, dass wir schon viel mehr wissen über unsere Möglichkeiten und sie nicht nutzen. Wir sind noch zu sehr in den alten Gewohnheiten gefangen. Es ist ein Buch für kreative Gesellschaftsgestalter - für Menschen mit Mut.

Erschienen ist das Buch bei Albrecht Knaus Verlag München 2012. Gerald Hüther, Uli Hauser - Jedes Kind ist hoch begabt - Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen. ISBN 978-3-8135-0448-4 

Freitag, 27. Dezember 2013

Langer Weg eines Aussenseiters in den selbstgewählten Tod


(Bremerhaven) Wo der Sozialstaat nicht greift, ist der Mensch seinem Schicksal selbst überlassen. In den letzten Monaten konnte man häufiger in der Presse lesen, dass Menschen aus finanziell-sozialer Verzweiflung den Weg des Suizids gewählt haben. Der Bundespräsident beschwört die Bürger, sie mögen sich stärker ehrenamtlich, also unentgeltlich, engagieren, und somit folglich die Aufgaben des Sozialstaats übernehmen. Zig Milliarden € werden jährlich in der BRD förmlich verbrannt, veruntreut, verschwendet, doch will es den Politikern nicht gelingen die sozialen Missstände zuordnen und die Bedürftigen angemessen zu versorgen. Man muss in Zukunft deutlicher den je die Frage stellen, wer mit Geld Haushalten kann und wer nicht. Man wird auch mehr in Frage stellen müssen was wichtiger ist: Die bestehende Rechtsordnung oder das Leben der 20 - 30% Mitbürger die kaum oder gar nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

So plakativ und allgemein die Einleitung auch klingen mag, sie trifft auf viele Lebenswege und entscheidet oft über Leben und Tod einzelner Personen. Exemplarisch darf hier auf ein Buch von Eberhard Pfleiderer verwiesen werden: Rotkäppchen - Wer kannte ihn wirklich? Dabei handelt es sich um eine Figur die in Bremerhaven lebte und dort durch Suizid aus dem Leben schied. Es ist ganz normal Biografien zu verfassen über Leute die im Brennpunkt des öffentlichen Interesses stehen oder standen. Leute die Geschichte geschrieben haben. Man setzt ihnen ein Denkmal weil sie etwas für die Gemeinschaft wertvolles geschaffen haben. Dann beleuchtet man auch deren Schattenseiten, um zu zeigen, dass es sich bei diesen Vorbildern auch um Menschen gehandelt hat. Pfleiderers Biografie von Rainer Bruno Jürgen Kühl ist das Gegenteil. Das Buch zeigt die Versagerlaufbahn eines Menschen der ethisch keineswegs vorbildlich gelebt hat. Es wird sein Kampf beschrieben, mit dem ihm gegebenen Umständen erwachsen zu werden und mit der Bürde seiner Vergangenheit klar zu kommen. Es zeigt einen Egoisten und narzisstisch geprägten Menschen der seine Lebensherausforderungen so weit verdrängt, im Sinne von Freudscher Psychologie, bis er sich  in letzter Konsequenz selbst aus der Welt entfernen muss. Was er dann schließlich auch tut.

Die Biografie ist mehr eine recht gut recherchierte Sozialstudie als ein Leuchtfeuer moralisch nachahmenswerter Grundsätze. Es ist die offen gestellte Frage, welche Verantwortung unser Sozialstaat hat? Und kommt er ihr nach? Die Sozialisation des Rainer Bruno Jürgen Kühl fand durch die Duldung seiner Mitmenschen und durch das Mitgefühl seiner Freunde statt. Die Zeit in der wir heute Leben gibt noch weniger Zeitraum für Mitmenschlichkeit als vor 30/40 Jahren. Jetzt, ca. 15 Jahre nach seinem Suizid, bietet dieses Buch eine nützliche Fallstudie. Manchmal zwar etwas schwierig der Chronologie zu folgen, und vielleicht auch zu häufige Wiederholungen im Text, könnte man als negativ anführen. Doch diese „stilistischen“ Schnitzer sind verzeihlich im Vergleich zum Thema und der gründlichen Darstellung. 

Eberhard Pfleiderer - Rotkäppchen - Wer kannte ihn wirklich? Buch mit beigefügter DVD ca. 1:40 Std. Laufzeit, beim Wirtschaftsverlag NW Bremerhaven ISBN 978-3-86509-819-1

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Installationen von Obsession und Fragilität


Performative Installationen an der Schwelle der Entzifferbarkeit.

(Hannover) Die Kestnergesellschaft Hannover zeigt seit dem 12. Dez. 2013 Installationen von Karla Black und Kitty Kraus. Zur Ausstellung wird ein ambitioniertes Rahmenprogramm angeboten. Die Arbeiten sind geprägt von Einfachheit und Durchlässigkeit, sie sind raumgreifend und federleicht. 

Die Räume wirken leer. Der sensible Ausstellungsbesucher spürt sofort, dass er mitten drin ist in der Installation. Der Kopfgesteuerte läuft Gefahr das Werk zu zerstören. Da liegt z.B. in der Mitte eines Raumes eine Glasscheibe von ca. 5 Meter Länge und und einen halben Meter breit auf dem Fussboden. An einem Ende ist die Scheibe mit einer weiteren hochkant gestellten Scheibe unterstützt und hebt sich somit vom Boden ab. Diese Installation von der in Heidelberg geborenen Kitty Kraus hat keinen Namen. Kraus gibt ihren Arbeiten keine Namen. Das ist gut. Denn so gelingt es einem nicht eine Kategorie aus dem Ärmel zu zaubern und weiter zu gehen. Die beiden Scheiben auf dem Fussboden werfen Fragen auf, die noch nicht einmal unbedingt in Worte gefasst werden müssen. Der Betrachter setzt sich in Beziehung zum Raum, der nahezu leer ist, und den beiden Scheiben, die er evtl. fast zertreten hätte. Es ist die Kunst so viel wie möglich weg zu nehmen um an den Kern der Sache zu gelangen. Es ist also ein Ort der Einkehr, ein Ort der Reflektion mit sich, in Beziehung mit dem was die Installation vorgibt. Ein Moment von Spiritualität, der Begegnung des Menschen mit sich und seiner Umwelt.

Im nächsten Raum ist es gleich und anders herum. Der Raum, das ehemalige Goseriedebad, ist dunkel, diffus beleuchtet. Zwei quadratische säulenartige Kuben stehen mitten im Raum. Die Deckel scheinen in knappem Abstand darüber zu schweben, so dass waagerecht ein schmaler Lichtschein heraus strahlt. Seltsamerweise ist an der Wand aber kein Lichtstreifen zu sehen, sondern ein dunkler schmaler Schatten. Nun kann man durch diesen Licht-Schatten-Kontinuum hindurchgehen ohne es zu beschädigen, im Gegensatz zum Raum zuvor. Hier herrscht auch nicht die Spiritualität vor - sondern vielmehr das Wunder der physikalischen Irritation. Es ist also das Yang zum  Raum zuvor. Es ist hier die Welt um den Betrachter herum und wieder in Beziehung mit ihm. Hier ist der Raum gefüllt mit etwas und dennoch extrem reduziert auf das wesentliche.

Karla Black ist das farbige Pendant zu der ehr schwarzweissen Kitty Kraus. Die aus Alexandria (Schottland) stammende Bildhauerin Karla Black hat im Obergeschoß raumgreifende Installationen geschaffen. In ihren Arbeiten springt einem direkt die performative Grenzauslotung von Materie an. Obwohl auch hier die Arbeiten von bezeichnender Transparenz sind, sind sie auch geerdet durch körperliche Begegnung mit den Materialien. In einem Raum sind transparente Klebestreifen, Umgangssprachlich auch Tesafilm, von der Decke zum Fussboden lotrecht angeordnet. Die Streifen sind mit dem Auge auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Man spürt nur das etwas die Sicht beeinträchtigt, wenn man durch den großen Raum schaut. Die Klebestreifen haben Fingerabdrücke und sind recht gleichmässig über die Fläche verteilt. Als würde die Luft sichtbar gemacht. An der Wand sind drei Objekte. Hier steht die Gestaltung von Gegensätzen im Vordergrund.

Der obsessive Umgang mit Material wird noch deutlicher in einem Anderen Raum. Dort sind zwar auch wieder Klebestreifen lotrecht von Decke zum Fussboden gespannt und wenige Objekte stehen zwischen den Klebestreifen am Boden. Doch hier hat Black die Hunderte - wenn nicht gar Tausende - Klebestreifen von oben bis unten mit farbigem Kreidepulver bestäubt. Die vielleicht sechs verschiedenen Farbtöne sind alle sehr blass und ehr wie ein Farbhauch zu erkennen. Um die Obsession noch zu unterstreichen gibt es die Anweisung, dass bei einer ungewollten Beschädigung der Farbpulverspuren nicht einfach nachgepudert werden darf, sondern der Klebestreifen muss original erneuert werden. Das ringt dem Betrachter eine gewisse Achtung und Respekt ab. Es handelt sich eben nicht nur um Farbpulver, sondern viel mehr um den Akt des Handelns. Ihre Arbeiten ermahnen ohne aufdringlich zu werden daran, dass es die Taten sind die uns als Menschen ausmachen.

Die hier exemplarisch beschrieben Arbeiten von Karla Black und Kitty Kraus werden von einen umfangreichen Begleitprogramm ausgestellt. Es gibt Kestnerdialog mit der Künstlerin Kitty Kraus, Direktorenführung mit Dr. Veit Görner, kostenlose Führungen, Sonderführungen unter dem Titel „der andere blick“ mit Eberhard Meier, Gruppen und Schulführungen, Kestnerkids sehen Kunst- machen Kunst und goes International und einiges mehr. Die zahlreichen Informationen findet man auf der Homepage . Die Ausstellung ist noch bis zum 2. März 2014 zu sehen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Neuste Print Ausgabe der Kultur-News

Lange hat es gedauert seit der letzten Print Ausgabe der Kultur News. Nun gibt es eine neue Ausgabe mit der Nummer 006. Das Schwerpunkt Thema lautet "Alte Bürger" Bremerhaven. Sicherlich auch interessant für Leser die nicht in der Stadt wohnen. Auf Wunsch sende ich die Ausgabe gerne wie immer zu.